Pierre Abaelard (1079 - 1142)

Der französisch Theologe, Philosoph und Logiker
Petrus Abaelardus (auch: Pierre Abaillard, Peter Abaelard usw.) wurde in Le Pallet bei Nantes geboren.
Er starb am 21. April 1142 in Saint Marcel bei Chalon-sur-Saône.
Er ist ein Vertreter der Frühscholastik und lehrte vor allem in Paris am Lehrstuhl von Saint-Christophe.
Abaelard ist u. a. Schüler von seinem späteren Gegner
Roscelin von Compiègne, von
Wilhelm von Champeaux und eventuell
auch von Thierry von Chartres, Ulger
von Angers und Marbod von Rennes.
Für ihn hat die Vernunft sowohl in der Philosophie als auch in Glaubensfragen das Primat.
Seine dialektisch-logischen Werke brachten ihm den Beinamen Peripateticus
Palatinus (Peripatetiker aus Le Pallet) ein.
Im Universalienstreit vertritt Abaelard eine zwischen dem
Realismus von
Wilhelm von Champeaux und dem extremen
Nominalismus von Roscelin von Compiègne vermittelnde Theorie, die später als
Konzeptualismus
bezeichnet wurde.
Nach Abaelard sind Universalien Bedeutungen von Wörtern, die zur Klasse der
Gegenstände
gehören.
Abaelard verfasst 1102/1103 die Commentaria minora zu
Porphyrius,
Boëthius und den Logik-Schriften des
Aristoteles.
Online-Texte
Literatur
|
Das (c) Copyright für diesen Artikel liegt bei Uwe Wiedemann.
|
|