René Descartes (1596 – 1650)

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Der französische Philosoph und Mathematiker René Descartes (lat. Renatus Cartesius) Descart wurde an der Jesuitenschule in La Flèche ausgebildet.

Nachdem Descartes einige Jahre mit juristischen und medizinischen Studien verbracht hatte, ging er 1618 auf Reisen und beschäftigte sich mit den Arbeiten Galileis. 1618 trat er in den Militärdienst ein, der ihn auch nach Deutschland führte. Hier fasste er den Entschluß, eine einheitliche Naturwissenschaft auf mathematischer Basis zu errichten. Descartes gab 1621 den Kriegsdienst auf und reiste in den folgenden acht Jahren durch Europa, um Forschungen zu betreiben und mit den verschiedensten Gelehrten zu diskutieren.

Er entwickelte seine Philosophie in Konfrontation mit der mittelalterlichen Philosophie. Er forderte die Gelehrten auf, sich von vorgefassten und überlieferten Ansichten, vom Glauben an die Autorität zu befreien.

Der Erkenntnisprozeß muss nach Descartes mit dem Zweifel, mit der kritischen Prüfung des Erreichten beginnen, aber man darf nicht an der Tatsache des Zweifels selbst zweifeln. Cognito, ergo sum (ich denke, also bin ich), sagte Descartes.

Der Zweifel ist nach Descartes ein Verfahren zur Ermittlung von unbestreitbaren Wissenselementen.

In der aristotelischen Logik sah Descartes viele gute Regeln. Aber an ihnen haftet, so Descartes, Schädliches und Überflüssiges. So erklärt der Syllogismus seiner Ansicht nach eher das, was wir bereits wissen, als das, was wir wissen müsste n.

Anstelle der großen Anzahl von Regeln der Logik schlug Descartes vier Regeln vor:

  1. das Evidente als wahr nehmen,
  2. das Ganze in Teile zerlegen,
  3. die Untersuchung mit dem Einfachsten und Kleinsten beginnen und
  4. nichts auslassen

Klarheit und Zerlegbarkeit, das sind nach Descartes die Wahrheitskriterien, und zur Wahrheit führen Intuition, Deduktion, Induktion, Komparation und Analogie.