James Ward (1843 – 1925)

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James Ward war ab 1897 Professor in Cambridge.

Ward, der u. a. von Herbart beeinflußt ist, ist ein Gegner des Naturalismus und des Materialismus. Er lehrt einen spiritualistischen, voluntaristischen Monismus.

In erkenntnistheoretischer Beziehung steht Ward dem Pragmatismus nahe. Er sieht das Denken als Willensfunktion und als durch Zwecke und Interesse bestimmt an. Vermittelst einer subjektiven Selektion bevorzugt das Bewußtsein besondere Inhalte.

Die psychische Grundtätigkeit ist das Wollen.

Die äußere Erfahrung ist mit der innern untrennbar verbunden. Objekt und Subjekt sind Gegensätze.

Unmittelbar aufgefaßt ist die Wirklichkeit qualitativ-psychischer Art. Sie besteht aus Individuen mit wirklichen Aktionen und Reaktionen, mit einem zweckbestimmten Streben und Wollen, mit Vorstellungen.

Die quantitativ-mechanistische Naturauffassung ist berechtigt und notwendig, aber doch nur eine abstrakte, einseitige, hypothetische Weltauffassung, die metaphysisch durch eine immanente Teleologie und einen Voluntarismus zu ersetzen ist, welcher in aller Kausalität eine Analogie zu unserer Willenswirksamkeit erblickt und die Wirklichkeit aus psychischen Einheiten aufgebaut denkt.