Józef Maria Bochenski (1902 - 1995)
Der polnische Philosoph und
Logiker studierte zunächst
Wirtschaftswissenschaften, später Theologie und wurde
1934 Dozent für Logik an der Dominikanerhochschule
Angelicum in Rom. Er wird zur
Lwow-Warschau-Schule
gezählt und gehörte dem
Krakower Kreis an.
1946 wurde er Professor für Philosophie der Gegenwart
an der Universität Freiburg (Schweiz).
Über den Neuthomismus und die
Phänomenologie
kam er zur analytischen Philosophie.
Sein Interesse galt neben der Geschichte der Logik vor
allem der Metalogik und der Anwendung der Logik auf
philosophische, sprachwissenschaftliche und theologische
Probleme.
So untersuchte er die Theorie der Universalien bei
Thomas von Aquin, den
Begriff der
Kausalität bei den Neoscholastikern und die Geschichte der
Modallogik.
Er vertrat wie Łukasiewicz, Ajdukiewicz und Borowski
nominalistische Positionen und untersuchte u. a. die Begriffe
Autorität, katholischer Rationalismus und
Irrationalismus sowie den kausalen Gottesbeweis und
die Analogie.
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